PRESSE

"AUFTRITT DER WOCHE" (Tagesspiegel Berlin, 25.09. 2011)

"...Dieser Debütabend mit einem ungewöhnlichen und kontrastreichen Programm war glänzend. Das Publikum im fast ausverkauften Kammermusiksaal war zu Recht
begeistert. Man ist gespannt auf weitere Auftritte des Pianisten." Berliner Volksblatt

"...bei Prokofjews dritter Sonate gab jene stupende Spieltechnik, die ja auch bei Bachs schlichter Zweistimmigkeit Voraussetzung gewesen war, aus dem Bereich
des rein Virtuosen Anlass zu enthusiastischen Ausbrüchen des Auditoriums...der triumphale Ausklang eines grossartigen Musikerlebnisses..." Die Rheinpfalz

"...gelang ihm in den elegischen Variationen der "Arietta", die nicht nur das Op. 111, sondern auch die ganze Werkgruppe abschliesst, der grossartige Höhepunkt seines Konzertes; die Selbstverständlichkeit, mit der er auch die Spannung sehr langsamer Tempi zu halten weiss, die Leichtigkeit, mit der er die jedem einseitig "klassisch" gebildeten Pianisten nur schwer zugänglichen rhythmischen Komplikationen dieser Musik entwickelt, liessen mindestens die zweite Hälfte des Konzertes als eigentlich
viel zu kurz erscheinen." Der Tagesspiegel

"...seine Interpretation hat nichts Verbindliches. Dazu passt auch der eckige Tonfall, mit dem er Beethovens Welten durchstöbert....Roloff schüttelt das Kaleidoskop der Stimmungen und stösst dabei kleine Gucklöcher in ferne Zeiten auf, in die Zeit von Chopin bis hin zum Jazz. Der Applaus war enorm." Berliner Morgenpost

"...Die Grosse Sonate für das Hammer-Klavier ist für jeden Pianisten ein Wagnis, die vorgeschriebenen Wahnsinns-Tempi wurden auch von Roloff nicht erreicht.
Allerdings bot er eine gestochen klare Wiedergabe, die die Themen und Tonalitätsbereiche durch Klangfarbe und stark gedehnte Fermaten voneinander absetzte. Auf strukturelle Transparenz hob er auch im riesigen Adagio ab, dessen leidenschaftliche Expression er bis zum Gerippe reduzierte und sezierte. Bewusst mechanisch und
trocken stellte er der grossen Melodie die Begleitfiguren entgegen, und mit gleicher unbarmherziger Konsequenz spielte er die Fuge als befremdendes Experiment.
Es schien, als würde der Pianist gerade an den schwierigsten und expressivsten Stellen noch durchsichtiger und kühler. Eine Beethoven-Interpretation im Geiste
Becketts, in ihrer ganzen Radikalität überzeugend." Der Tagesspiegel